Projekte
Einblicke in unsere Architekturprojekte: Innovative Lösungen, nachhaltiges Design und individuelle Konzepte für Wohn-, Gewerbe- und öffentliche Bauten.
Bauernhaus 1454

Bauernhaus 1454

- Ort:
- Neustadt a. d. Weinstraße
- Baujahr:
- 1454
- Nutzung:
- Wohnen, Veranstaltungen
- Typ:
- Sanierung
- Auftrag:
- LPH 1-7
Beschreibung
Im Zuge erster Entkernungsarbeiten wurde in Neustadt an der Weinstraße ein bauhistorischer Schatz entdeckt: Das älteste Bauernhaus der Pfalz, datiert auf das Jahr 1454. Die außergewöhnliche Bausubstanz wurde bereits in die Fachliteratur aufgenommen und macht das Gebäude zu einem bedeutenden Zeugnis mittelalterlicher Wohnkultur.
Das giebelseitige Bauernhaus mit Hochspitzständerkonstruktion zeigt im Erdgeschoss die typische Gliederung aus Stube, Kammer und Flurküche. Spätere Anbauten wie Stallungen und Scheune formen einen kleinen Hof, während der rückwärtige Garten mit altem Baumbestand den Blick über die Weinberge und die Rheinebene öffnet.
In enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege, Statikern, Handwerkern und den Innenarchitekten von About Lama wurde nun ein Nutzungskonzept entwickelt. Der geplante Umbau sieht vor, das Bauernhaus künftig als Vinothek zu nutzen und damit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die angrenzenden Stallungen und die Scheune werden zu Wohnräumen umgestaltet. Dabei bleibt die historische Konstruktion vollständig erhalten. Neue Eingriffe erfolgen bewusst als filigrane Stahleinbauten, die sich klar vom Bestand absetzen und das Haus als architektonisches Exponat erlebbar machen.
Wesentliches Ziel des Entwurfs ist es, die ursprüngliche Dreiteilung – Bauernhaus, Zwischengebäude, Scheune – wieder lesbar zu machen. Der enge Hof wird räumlich aufgeweitet, sodass das Denkmal klar hervorsticht und sein historischer Wert sichtbar bleibt. Zugleich entstehen durch die behutsame Ergänzung neue Orte für Wohnen, Begegnen und Kultur.



Co-Living 17.95

Co-Living 17.95

- Ort:
- Mannheim Käfertal
- Baujahr:
- 1906, ua.
- Nutzung:
- Co-Living, Wohnen
- Typ:
- Sanierung, Denkmalschutz
- Auftrag:
- LPH 1-7
Beschreibung
Seit 2019 wird auf einem 1795m2 großen Anwesen ein gemeinschaftlich orientiertes Co-Living Projekt mit vier Gebäuden und mehreren Nebengebäuden entwickelt. Künftig entstehen hier mindestens elf Wohneinheiten für Menschen jeden Alters. Die Grundstücke bleiben bewusst offen und uneingefriedet und bieten Raum für Natur, Mikrolandwirtschaft, Spiel, Rückzug und persönliche Entfaltung. In der Mitte des Areals entsteht ein Marktplatz mit Außenküche und Pergola als zentraler Treffpunkt für das gemeinschaftliche Leben.
Die Gebäude auf dem Grundstück vereinen Eigentums- und Mietwohnungen in unterschiedlichen Größen. Diese Vielfalt an Wohnungstypen bildet den Grundstein für eine lebendige, sozial durchmischte Bewohnerschaft und prägt den Charakter des gesamten Ensembles. Zwei der vier Objekte wurden bereits geplant und umgesetzt. Das bestehende Mehrfamilienhaus wurde um ein Vollgeschoss in Holzbauweise aufgestockt und rückwärtig erweitert. Dabei entstanden drei hochwertige Eigentumswohnungen im KfW-Standard mit offen gestalteten Grundrissen und Blick auf den Mannheimer Fernmeldeturm. Die ehemalige Küferwerkstatt mit rund 100m2 Grundfläche wurde in Holzmassivbauweise zu Wohnraum umgenutzt und sensibel in den Bestand integriert.
Durch den behutsamen Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz blieb die gewachsene städtebauliche Struktur in Käfertal erhalten. Trotz Nachverdichtung wurden keine zusätzlichen Flächen versiegelt. Weitere Gebäude des Ensembles werden derzeit umgenutzt oder perspektivisch neu gedacht. Historische Elemente wie Bodenbeläge, Türen und Fenster bleiben erhalten und prägen die Identität des Ortes. Nebengebäude erzählen die Geschichte des Anwesens als ehemalige Pferdemetzgerei und spätere Gaststätte und gliedern das Grundstück bis heute in seiner Nutzung.
So entsteht Schritt für Schritt ein nachhaltiger Wohnort, der gemeinschaftliches Leben, zeitgemäße Architektur und den respektvollen Umgang mit dem Bestand miteinander vereint.



Haus F

Haus F

- Ort:
- Neustadt a. d. Weinstraße
- Baujahr:
- Nutzung:
- Wohnen, Veranstaltungen
- Typ:
- Neubau
- Auftrag:
- LPH 1-8
Beschreibung
In Worms entsteht ein Zuhause, das moderne Architektur mit ländlicher Tradition vereint. Das Haus beeindruckt durch zwei markante Giebel, die seine Silhouette prägen. Holzlatten setzen an der Fassade an mehreren Stellen gestalterische Akzente, und auch das große Tor im Eingangsbereich des Hauses ist aus Holz gefertigt. So wird modernes Design harmonisch mit der regionalen Baukultur der Weinbau-Tradition verbunden.
Im Erdgeschoss entsteht ein großer, offener Wohnbereich der gleichzeitig den Essbereich integriert. Lichtdurchflutet, einladend und ideal für gemeinsames Leben, Kochen, Essen und Entspannen. Höhenunterschiede zonieren die verschiedenen Wohnbereiche subtil und fördern Sichtbezüge, sodass der Raum dynamisch und lebendig wirkt.
Ein besonderes Merkmal ist der großzügige Dacheinschnitt mit Patio im 1. Obergeschoss, der Innen- und Außenraum miteinander verschmelzen lässt. Hier entsteht ein heller, offener Aufenthaltsflur, der zum Verweilen und gemeinsamen Leben einlädt. Der großzügige Garten ergänzt das Konzept als grüne Oase. Ein Rückzugsort für Ruhe, Spiel und Erholung.
Nachhaltigkeit und Komfort gehen Hand in Hand: Solardachziegel sorgen für energieeffizientes Wohnen, während die Doppelgarage praktischen Komfort bietet.
Dieses Einfamilienhaus ist mehr als nur ein Wohnraum. Es ist ein Ort, an dem Architektur, Natur und ländliche Tradition auf zeitgemäße Lebensqualität treffen.



Haus H im Feld

Haus H im Feld

- Ort:
- Neustadt a. d. Weinstraße
- Baujahr:
- Nutzung:
- Wohnen, Veranstaltungen
- Typ:
- Sanierung
- Auftrag:
- LPH 1-7
Beschreibung
Das Haus H liegt im Außenbereich von Ilvesheim auf einem ehemaligen landwirtschaftlichen Hof, der heute von der dritten Generation wieder zum Wohnen und Arbeiten genutzt wird. Mit den neuen Bewohnern ändern sich die Ansprüche an das Haus. Gleichzeitig sind energetische und bauliche Maßnahmen notwendig.
Der Entwurf wahrt den Charakter des Anwesens und stärkt ihn durch behutsame Anbauten. Besonders Rücksicht gilt dem Bestand an Bäumen, bestehenden Wasserflächen sowie dem Artenschutz, ebenso wie den ursprünglichen Grundrissen aus den 1970er-Jahren. Auch die angrenzende Bewirtschaftung der Ackerflächen wird in die Planung integriert.
Die Anbauten schaffen zusätzlichen Wohnraum für die Familie und eröffnen neue Außenbereiche in Form von Terrassen und einem Tiefhof, der das Untergeschoss mit viel Tageslicht und hoher Aufenthaltsqualität versorgt. Geplant ist eine Ausführung in Holzmassivbauweise sowie eine Sanierung mit kreislauffähigen Baustoffen. Der massive Bestand bleibt erhalten, sodass Rückbauten auf den Innenraum beschränkt werden können.
Ein besonderes Merkmal der bestehenden Architektur ist das Spiel der einzelnen Pultdächer. Dies wird in den Anbauten aufgegriffen und weitergeführt. So entsteht eine zeitgemäße Weiterentwicklung, die Geschichte und Zukunft des Anwesens verbindet.



Kaiser Space

Kaiser Space

- Ort:
- Neustadt a. d. Weinstraße
- Baujahr:
- Nutzung:
- Wohnen, Veranstaltungen
- Typ:
- Sanierung
- Auftrag:
- LPH 1-7
Beschreibung
Der Entwurf für den KAISER.SPACE in Heddesheim beschäftigt sich mit der behutsamen Weiterentwicklung eines identitätsstiftenden Gebäudes im Ortskern. Das denkmalgeschützte Gasthaus „Zum Deutschen Kaiser“ aus dem Jahr 1890 war über Jahrzehnte hinweg ein selbstverständlicher Treffpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Diese Rolle bildet den Ausgangspunkt für die neue Nutzung als Co-Space.
Vor dem Hintergrund des Wandels der Arbeitswelt, geprägt durch Digitalisierung, mobile Arbeit und flexible Arbeitsmodelle, wird der Kaiser als zeitgemäßer Arbeits- und Begegnungsort neu interpretiert. Der Entwurf versteht den Co-Space nicht als klassisches Büro, sondern als hybriden Raum, der konzentriertes Arbeiten, informellen Austausch und Öffentlichkeit miteinander verbindet. Menschen unterschiedlicher Professionen arbeiten parallel an eigenen Projekten und werden zugleich Teil einer gemeinschaftlichen Struktur.
Architektonisch bleibt das Kulturdenkmal in seiner ortsprägenden Erscheinung erhalten. Die historische Straßenfassade wird bewahrt, neue Eingriffe sind bewusst zurückhaltend und respektieren die bestehende Bausubstanz. Im rückwärtigen Bereich werden durch gezielte Öffnungen, Oberlichter und Gauben helle Arbeits- und Aufenthaltsräume geschaffen. Ergänzt wird das Raumangebot durch Außenbereiche wie Terrasse und Biergarten, die den Co-Space mit dem öffentlichen Leben verknüpfen.
Die Revitalisierung des Bestands stärkt den Ortskern, vermeidet zusätzlichen Flächenverbrauch und versteht Denkmalschutz als aktiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Der KAISER.SPACE zeigt exemplarisch, wie historische Gebäude durch neue Nutzungen langfristig gesichert und gleichzeitig zu zeitgemäßen Bausteinen einer lebendigen Gemeinde werden können.



Neckartal Space

Neckartal Space

- Ort:
- Neustadt a. d. Weinstraße
- Baujahr:
- Nutzung:
- Wohnen, Veranstaltungen
- Typ:
- Sanierung
- Auftrag:
- LPH 1-7
Beschreibung
Das „Neckartal“ ist seit fast 100 Jahren Teil der Ortsidentität Lampertheims. Das traditionsreiche Gasthaus mit seiner später hinzugefügten Kegelhalle prägte über Generationen das gesellschaftliche Leben und das Stadtbild. Während die historische Substanz des Gasthauses heute nicht mehr den baulichen Anforderungen entspricht, bleibt seine Bedeutung als Ord der Begegnung bestehen und wird mit dem Projekt NECKARTAL.SPACE in zeitgemäßer Form neu interpretiert.
Der Neubau orientiert sich in Kubatur und Gestaltung am bekannten Gasthaus. Zwei Vollgeschosse, ein Satteldach und die traufständige Stellung zur Straße stellen den Bezug zum historischen Bestand her. Die Fassade greift vertraute Elemente auf, während bodentiefe Fenster das Gebäude nach außen öffnen und eine einladende Geste in den Stadtraum setzen. Im Erdgeschoss entstehen Besprechungsräume und eine Rezeption, darüber flexible Arbeitsräume und zwei Co-Working-Spaces.
Die bestehende Kegelhalle mit Tiefgarage bleibt erhalten und wird in drei eigenständige Cubes gegliedert. So entsteht wieder eine kleinteilige städtebauliche Struktur, die unterschiedliche Nutzungen ermöglicht. Von kreativen Arbeitsräumen bis hin zu kulturellen Angeboten. Über den Cubes liegt eine großzügige Dachterrasse mit Brücke zum Neubau, die als Ort der Pause und Begegnung dient.
Ökologisch zukunftsweisend wird das Projekt durch eine Photovoltaikanlage auf dem Neubau sowie die Begrünung der Cube Dächer. Fahrrad- und PKW-Stellplätze sowie ein Pausenraum im Untergeschoss mit Terrasse im Lichthof runden das Konzept ab.
Mit NECKARTAL.SPACE entsteht ein neuer, offener Raum für die Menschen in Lampertheim. Ein Haus, das die Geschichte des Ortes respektiert und zugleich den Schritt in eine gemeinschaftliche, nachhaltige Zukunft wagt.



Vito

Vito

- Ort:
- Neustadt a. d. Weinstraße
- Baujahr:
- Nutzung:
- Wohnen, Veranstaltungen
- Typ:
- Sanierung
- Auftrag:
- LPH 1-7
Beschreibung
Mannheim ist mit rund 327.000 Einwohnern das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Metropolregion Rhein-Neckar. Fast die Hälfte der Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund. Eine Vielfalt, die das Bild der Stadt prägt und ihr eine besondere kulturelle Offenheit verleiht. Mit dem Leitbild „Mannheim 2030“ hat die Stadt klare Ziele für eine nachhaltige, inklusive und lebenswerte Zukunft definiert. Ein Schlüsselprojekt dieser Entwicklung ist das neue Quartier Spinelli, das auf einer ehemaligen Konversionsfläche in Käfertal Süd entsteht. In direkter Nachbarschaft zum BUGA-Gelände und dem großzügigen Grünzug Nordost entwickelt sich ein modernes, grünes und sozial ausgerichtetes Wohngebiet.
Mit unserem Entwurf VITO konnten wir als Architekturbüro Mandel den Wettbewerb für das Baufeld 13.4 gewinnen. Unser Konzept verbindet städtebauliche Klarheit mit einem starken sozialen Anspruch: Zehn der dreizehn Wohneinheiten sind als geförderte, preisgünstige Wohnungen geplant und schaffen damit bezahlbaren Wohnraum. Gleichzeitig eröffnen gemeinschaftlich genutzte Räume wie der offene Patio oder der multifunktionale Hub Orte für Begegnung, Austausch und nachbarschaftliches Miteinander. Auch die Erschließungsflächen, die bewusst als „Begegnungsbrücken“ gestaltet wurden, gehen über reine Funktionalität hinaus und werden zu lebendigen Orten der Kommunikation. Die Freianlagen knüpfen an die grüne Umgebung an und setzen die Idee der Offenheit im Außenraum fort.
Der Name VITO trägt eine besondere Bedeutung: Er erinnert an der Italo-Amerikaner Dominic Vito Spinelli, einen Soldaten der US-Armee, der 1945 bei dem Versuch, verschwundene Kameraden zu retten, sein Leben verlor. Ihm zu Ehren wurde 1948 die US-Kaserne in Mannheim nach ihm benannt. Unser Entwurf greift diesen Namen auf und verbindet damit architektonische Innovation mit historischem Respekt und gesellschaftlicher Verantwortung.
VITO steht damit für mehr als nur Wohnen: Es ist ein Ort, der Vielfalt sichtbar macht, Begegnungen ermöglicht und Gemeinschaft fördert.


